Kunsthaus Stemmen – Innenansicht mit Lichtkuppel

Manche Häuser werden gebaut.
Manche werden erschaffen.

Über Jahrzehnte hinweg verwandelten die Künstler Rita Hoch und Norbert Fink ein historisches Calenberger Klinkerhaus am Deister in eine begehbare Wohnskulptur. Licht, Stein, Glas, Mosaik und Natur verschmelzen zu einem Ort, der Wohnen und Kunst auf einzigartige Weise verbindet.

Das Kunsthaus Stemmen gehört zu den seltenen „Visionary Environments" weltweit — Orten, die nicht geplant, sondern über ein ganzes Leben hinweg gewachsen sind.

Die Architektur des Lichts

Die charakteristische Lichtkuppel bildet das Herzstück des Hauses. Gefiltertes Tageslicht durchströmt die Räume und erzeugt wechselnde Stimmungen im Laufe des Tages.

Die Architektur wird hier nicht beleuchtet. Sie wird inszeniert.

Lichtkuppel Detail
„Die Kunst hängt hier nicht an den Wänden.
Die Kunst ist das Haus."
Kunsthaus Stemmen

Jede Wand eine Entdeckung

Skulpturale Formen, Reliefs und Natursteinarbeiten prägen jeden Raum. Nichts wurde nachträglich hinzugefügt — alles ist von Anfang an Teil der Architektur gewesen.

Individuell entwickelte Raumstrukturen machen jeden Bereich des Hauses zu einer eigenen, in sich stimmigen Welt.

Mosaikwände

Einblicke ins Haus

Rita Hoch

Mirko Haendel/HAZ

Fünf Jahrzehnte Schaffenskraft

Seit den 1970er Jahren entwickelte Rita Hoch ihr Haus kontinuierlich weiter. Gemeinsam mit Norbert Fink entstand über nahezu fünf Jahrzehnte eine untrennbare Einheit aus Wohnen und künstlerischem Ausdruck.

Das Kunsthaus wurde öffentlich ausgestellt, dokumentiert und von Kunstnetzwerken als außergewöhnlicher Ort der Kreativität gewürdigt.

Heute bietet sich die seltene Gelegenheit, dieses außergewöhnliche Erbe zu bewahren und in eine neue Zukunft zu tragen.

Innen und Außen verschmelzen

Die Grenze zwischen Architektur und Landschaft wurde bewusst aufgehoben. Große Verglasungen öffnen den Blick in den Garten.

Natursteinmauern, Pflanzen und künstlerische Elemente bilden eine Erweiterung der Wohnräume. Haus und Garten sind Teil derselben Idee.

Innen und Außen

Stimmen über das Kunsthaus

„Über fast drei Jahrzehnte hinweg haben die beiden Künstler ihr Wohnhaus … in eine Wohnskulptur verwandelt, die alle Sinne anspricht.“

Mit dieser Beschreibung ordnet das europäische Netzwerk Sculpture Network das Kunsthaus Stemmen in den Kontext außergewöhnlicher künstlerischer Lebenswerke ein. Hervorgehoben werden die Verbindung von Architektur, Skulptur und Alltagsleben sowie die konsequente Transformation eines historischen Calenberger Klinkerhauses zu einem begehbaren Gesamtkunstwerk.

Sculpture Network

„Verglaste Durchbrüche, skulpturale Wandformen, Mosaike auf Böden und Wänden sowie kunstvoll gestaltete Einrichtungsgegenstände verschmelzen zu einem Gesamtkunstwerk, das die Grenzen zwischen Kunst und Leben verwischt.“

Diese kunstfachliche Beschreibung bringt den Charakter des Hauses auf den Punkt: Die Kunst befindet sich nicht nur im Gebäude – sie ist Teil der Architektur. Räume, Lichtführung, Materialien und handwerkliche Details bilden eine untrennbare Einheit.

Kunstfachliche Dokumentation

„Anders als in einem Museum bietet dieser Ort keine bloße Betrachtung, sondern ein Eintauchen in eine von den Künstlern geschaffene Phantasiewelt.“

Diese Aussage beschreibt eine der außergewöhnlichsten Qualitäten des Hauses. Besucher bewegen sich nicht durch Ausstellungsräume, sondern leben und gehen innerhalb einer künstlerisch gestalteten Raumlandschaft, deren Wirkung sich erst beim Betreten vollständig erschließt.

Begleitdokumentation

„Ort der Kontemplation, des Staunens und der Phantasie“ — das Lebenswerk von Rita Hoch und Norbert Fink „durchaus in der Reihe anerkannter Schöpfungen, die international als Art Brut oder Visionary Environment gefeiert werden“.

Diese Einordnung ist bemerkenswert, weil sie das Haus nicht als gewöhnliches Künstleratelier versteht, sondern als eigenständiges Gesamtkunstwerk mit kunsthistorischen Bezügen.

Website des Kunsthauses

„Großes Lebenswerk von Rita Hoch“

Die Hannoversche Allgemeine Zeitung beschreibt das Gebäude als das große Lebenswerk von Rita Hoch und erinnert daran, dass Rita Hoch und ihr Lebensgefährte Norbert Fink das ehemalige Bauernhaus über viele Jahre hinweg gemeinsam künstlerisch gestaltet haben. Zugleich wird berichtet, dass der damalige Käufer angekündigt hatte, wesentliche Teile der künstlerischen Gestaltung erhalten zu wollen – ein Hinweis auf den besonderen ideellen Wert des Hauses.

Hannoversche Allgemeine Zeitung

Im Juni 2024 wurde das Kunsthaus im Rahmen der Abschiedsveranstaltungen und einer öffentlichen Führung erstmals einem größeren Publikum zugänglich gemacht. Begleitend wurden plastische Arbeiten, Mosaike, Fotografien sowie Ton- und Filmdokumente präsentiert. Die Veranstaltung machte deutlich, dass das Haus nicht nur als Wohngebäude, sondern als kulturelles Zeugnis eines jahrzehntelangen künstlerischen Schaffens wahrgenommen wird.

Dokumentation der Veranstaltung, Juni 2024

Das Wesentliche auf einen Blick

Wohnfläche ca. 144 m²
Grundstück ca. 427 m²
Lage Stemmen, Region Hannover
Internet Glasfaseranschluss
Heizung Zwei Grundöfen
Zustand Original künstlerischer Ausbau weitgehend erhalten
Modernisierung Fenster, Türen und Heiztechnik teilweise erneuerungsbedürftig

Für Menschen, die mehr suchen als eine Immobilie.

Das Kunsthaus Stemmen ist kein Standardobjekt. Es richtet sich an Menschen, die Architektur als Ausdruck einer Idee verstehen.

Kunstsammler Architekten Künstler Designer Stiftungen Kulturinstitutionen Individualisten

Ein Ort mit Zukunft

Das Haus befindet sich weitgehend im originalen Zustand seines künstlerischen Ausbaus. Gleichzeitig eröffnet sich die Chance, technische Modernisierungen behutsam vorzunehmen und das Kunsthaus für kommende Generationen weiterzuentwickeln.